Zuflucht im Schönen No. 87: Die Spielzeugdesignerin Helene Häusler

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Helene Häusler (1904-1987)

war eine bedeutende Spielzeugdesignerin. Geboren in Metz (L0thringen), übersiedelte ihre Familie 1911 nach Magdeburg. Der Vater fiel im Ersten Weltkrieg. Helene Häusler studierte in verschiedenen Städten und an verschiedenen Schulen Textildesign, Buch- und Gebrauchgsrafik, machte eine Ausbildung zur Erzieherin, hörte Kunstgeschichte in Hamburg, fing an, Krippenfiguren und Puppen zu machen. 

1927 kam sie nach Sonneberg, wo sie für verschiedene Spielzeugfirmen tätig war, bei Cuno & Dresssel entwickelte sie ihre Puppe "Heinerle": 

(Die Fotos habe ich dem Buch "Helene Häulser, Leben und Schaffen einer Spielzeuggestalterin" entnommen, von Dagmar Lüder, Berlin 1995)

 

Robust, taktil und einfach

sollten die ihre Rupfentiere - weiter entwickelt von ihrer Schülerin Renate Müller - sein: Aus Zuckersäcken, mit Holzwolle gestopft, schockierten sie in den Fünfziger Jahren die Spielzeugfabrikmitarbeiter, die gerade auf Plüschtiere ausgerichtet waren. Bald aber wurden sie auf der Leipziger Messe gezeigt:

Für Kinder mit Behinderungen

entwickelte sie therapeutsiches Spielzeug, das half, Bewegungen zu üben, die Phantasie zu fördern und Gefühlen Ausdruck zu verleihen. wie dieses Spielzeug für "wütende Kinder"

 

Werkstätten für behinderte Jugendliche

die halfen, das Spielzeug zu machen, gründete sie 1977 als eine der ersten. 

 

Sie erhielt 1982 den Designpreis der DDR und starb 1987 in Sonneberg.